Landtag setzt mit UN-Frauenflagge Zeichen gegen Gewalt

Potsdam, 23. November 2023. Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke hat heute gemeinsam mit der Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, Dr. Antje Töpfer, sowie den frauenpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen und dem Frauenpolitischen Rat Brandenburg ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Im Innenhof des Landtages wurde zum Tag gegen Gewalt an Frauen die Frauenflagge der Vereinten Nationen gehisst.

Die Landtagspräsidentin verdeutlichte in Ihrem Grußwort, welche unterschiedlichen Formen Gewalt annehmen kann, und erklärte: „Wir müssen die Geschichten der Frauen anhören, die Gewalt erfahren haben, ihnen eine Bühne bieten, um ihre Stimme zu erheben und die Gewalt ins Licht zu rücken. Wir müssen den Frauen Sicherheit bieten, sie auffangen und stützen, wenn sie es allein nicht schaffen. Heute setzen wir hier im Landtag mit der Frauenflagge der Vereinten Nationen ein Zeichen für Solidarität. Mein Wunsch ist, dass dieses Symbol Ausstrahlungskraft hat und das Bewusstsein für dieses wichtige Thema stärkt.“

Staatssekretärin Töpfer betonte, dass man in Umsetzung der Istanbul-Konvention die Angebote in Brandenburg weiter ausbaue, um Frauen zu schützen und Betroffenen bestmöglich zu helfen. Die Sprecherin des Frauenpolitischen Rats Land Brandenburg e.V. und des Vereins Mother Hood e.V., Tatjana Geschwendt, sagte: „Auch Gewalt in der Geburtshilfe muss als eine Form von Gewalt gegen Frauen anerkannt werden. Dafür bedarf es eines Bewusstseins in der Politik und Öffentlichkeit."

Die Vereinten Nationen haben 1999 den 25. November zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ erklärt. Auslöser war der Fall der drei Schwestern Mirabal, die 1960 in der Dominikanischen Republik wegen ihres Widerstandes gegen die Diktatur vom Militär verschleppt und ermordet wurden.